Projekthintergrund

Das E.U.-LIFE-Programm

LIFE, das Finanzierungsinstrument der EU für die Umwelt, wurde 1992 gegründet und ist eine der Speerspitzen der EU-Umweltpolitik. Es beteiligt sich an der Finanzierung von Projekten in den Bereichen Natur, Umwelt und Drittländer.

Das LIFE-Umweltprogramm unterstützt Aktionen, die auf die Umsetzung der EU-Umweltpolitik und -gesetze in der Europäischen Union und den Beitrittsländern ausgerichtet sind. Im Rahmen dieses Ansatzes können neue Methoden zum Schutz und zur Verbesserung der Umwelt veranschaulicht und weiterentwickelt werden.

Das SMURF-Projekt hat ein Gesamtbudget von ca. €3 Millionen und erhält Zuschüsse in Höhe von €1,1 Millionen aus dem EU-LIFE-Umweltfonds.

Weitere Informationen über das LIFE-Umweltprogramm sind auf der LIFE-Website zu finden.

Probleme im Tame-Einzugsgebiet

Trotz einer gewissen Verbesserung in den letzten Jahren stellen Wassergüte und -menge noch immer zwei gravierende Probleme im gesamten Einzugsgebiet des River Tame dar.

  • Der Fluss befindet sich in schlechtem ökologischen Zustand
  • Das Flusssystem ist auf einem Großteil seiner Länge nicht zugänglich und bietet den Anliegern nur geringen Erholungswert
  • Wilde Ablagerung von privaten und gewerblichen Abfällen ist ein verbreitetes Problem im Flussgebiet.
  • Im Raum Birmingham steigt der Grundwasserspiegel und schwemmt bisher im Boden gebundene Schadstoffe mit nach oben
  • Lebensräume im Fluss und im Uferbereich sind stark geschädigt
  • Bei Unwettern werden Verunreinigungen in den Fluss gespült, die den Sauerstoffgehalt stark beeinträchtigen und Fischsterben verursachen
  • Ufernahe Standorte sind außerdem in zunehmendem maße unter Entwicklungsdruck und müssen auf nachhaltige weise zum Wohle für Mensch und Natur bewirtschaftet werden.

Projektziele

Das Gesamtziel besteht darin zu zeigen, wie die Grundlagen urbaner Flussgebiets-Managementplanung auf technisch ausgebaute und stark denaturierte Einzugsgebiete angewandt werden können.

Mit der Umsetzung nachhaltiger Flächennutzungs- und Wasserwirtschaftstechniken bemüht sich das SMURF-Projekt um:

  • Die Verbesserung des Erholungswertes, der Ökologie und der Nachhaltigkeit im flusseinzugsgebiet
  • Die Mitwirkung der Anliegerkommunen bei der Planung der Gewässeraue
  • Die Festlegung ökologischer Ziele für das Flusssystem und übertragbarer Nachhaltigkeitsindikatoren
  • Die Entwicklung eines detaillierten Flächennutzungsmodells zur Förderung zukünftiger Renaturierung in den Überschwemmungsgebieten und zum Schutz der Anlieger vor zukünftigen Auswirkungen klimatischer Veränderungen
  • Die Veranschaulichung der bedeutenden Verbesserungen, die sich bei stark denaturierten Flüssen bereits durch Veränderungen im kleinen Rahmen erzielen lassen.

Projektpartner


Die Environment Agency ist der führende Partner im SMURF-Projekt. Es handelt sich bei der Umweltaufsichtsbehörde um die führende staatliche Stelle, die für Umweltschutz und -verbesserung in England und Wales zuständig ist.

Der Birmingham City Council ist die Planungsbehörde, die für einen großen Teil des urbanen River Tame zuständig ist. Der City Council bedient fast 1 Million Menschen.

Severn Trent Water ist die viertgrößte private Wassergesellschaft der Welt und bedient mehr als 8 Millionen Kunden im herzen Großbritanniens.

H R Wallingford ist eine unabhängige, auf Beratung und Forschung im Bereich Tiefbau, Hydraulik und Wasserökologie spezialisierte Gesellschaft.

Das Staatliches Umweltamt Herten ist am Großprojekt Emschersanierung beteiligt. Die Emscher, ein Nebenfluss des Rhein, leidet seit Jahrzehnten unter gravierenden Problemen hinsichtlich der Wasser- und Lebensraumqualität. Ziel des Projekts ist die Wiederherstellung der ursprünglichen Wasser- und Lebensraumqualität im und am fluss.

Die Universität von Birmingham ist eine der führenden forschungsorientierten Universitäten in Großbritannien und aufgrund ihrer fundierten Kenntnisse über öffentliche Beteiligung und öffentliches Engagement am SMURF-Projekt beteiligt.

Das King's College London war eines der Gründer-Colleges der University of London. Das Institut stellt sein Fachwissen über ökologische Indikatoren zur Verfügung, insbesondere in Bezug auf urbane Flüsse. Grundlage hierfür sind im Rahmen des URGENT-Forschungsprogramms durchgeführte Studien.

 
 

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